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Unterschiedliche Blasen
Farbblasen
Keine Sorge: Nicht jede Blase im Unterwasserschiff ist eine Osmoseblase. Oft
treten Blasen bei der Farbverarbeitung auf, beispielsweise bei einem fehlerhaften
Auftrag, einer ungünstigen Wahl der Materialien, durch falsche Temperaturen bei
der Verarbeitung. Farbblasen kann man gut erkennen, weil sie im Gegensatz zu
Osmoseblasen in der Regel kleiner und kreisrund sind. Häufig ähneln sie Stecknadelköpfen.
Ein Schleiftest bringt Klarheit. Sind diese Blasen weggeschliffen, oft finden Sie
diese in lackierten Wasserpässen oder am Kiel, kann ein neuer Primer- und Endanstrich
aufgetragen bzw. ein Wasserpass angebracht werden.
Sich zurückbildende Blasen
Häufig werden Sie in einem Übergangsstadium von etwa 2 bis 3 Jahren direkt nach
dem Auswassern Osmoseblasen am Unterwasserschiff entdecken. Diese verschwinden
nach einiger Zeit, wenn das Boot auf dem Trockenen steht. Dann nämlich verteilt
sich die Feuchtigkeit allmählich wieder im Laminat oder trocknet nach außen weg.
Die Erfahrung zeigt: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Osmose soweit
fortgeschritten ist, dass eine Sanierung notwendig wird. Fakt ist, dass die
Bläschenbildung begonnen hat und nun ihren Lauf nimmt.
Wenige Blasen
Lassen Sie sich nicht täuschen: Sind lediglich 2 bis 3 Blasen sichtbar, können Sie
dennoch damit rechnen, dass die osmotische Veränderung eingesetzt hat, sich aber
erst an wenigen Stellen nach
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außen zeigt. Die Feuchtigkeitsmessung am gesamten
Unterwasserschiff wird Klarheit bringen. Oft ist es nur eine Frage der Zeit,
bis sich die Blasen flächendeckend präsentieren. Ein partieller Eingriff wird
also keine Verbesserung bringen - vielmehr einen unnötigen Aufwand, bevor es
an die Komplettsanierung gehen muss.
Keine sichtbaren Blasen
- weil der Unterwasseranstrich so dick ist.
Auch wenn der Schiffseigner es nicht unbedingt erfährt: An vielen Unterwasserschiffen
wird über die Jahre eine neue Antifoulingschicht aufgetragen, ohne dass die darunter
liegende ausreichend angeschliffen wurde. So ergeben sich Schichtstärken von mehreren
Millimetern.

Schleiftest mit einer Ziehklinge statt Schleifpapier. Kommt da zum Einsatz, wo sehr dicke Antifoulingschichten aufgetragen sind
Die Folge: Die nunmehr dicke Antifoulingschicht bedeckt bzw. kaschiert die entstandenen
Osmoseblasen so gut, dass sie an der Oberfläche nicht sichtbar sind. Der Schleiftest gilt
hier als eindeutige Methode, um herauszufinden, ob sich Blasen im Gelcoat befinden.
Und auch der Feuchtigkeitsmesser bringt schnell Klarheit. Schließlich verhindert kein
noch so dicker Antifouling-Anstrich das Eindringen von Feuchtigkeit. Das erreicht nur ein
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geeigneter Primer, fachmännisch aufgetragen.
Blasen am Ruderblatt
Sie werden es vielleicht wissen: Von Blasen an Ruderblättern muss man nicht auf einen
Osmosebefall am Unterwasserschiff schließen. Ruderblätter sind da gesondert zu betrachten.
So gesehen sind Blasen am Ruderblatt, wenn es auch Osmoseblasen sind, unproblematisch und
häufig. Ruderblätter werden meistens aus zwei Schalen zusammengeklebt. Mit der Zeit
entstehen feine Haarrisse an den Verklebungen und hier dringt zwangsläufig Wasser ein.
Und auch von oben, über den Ruderschaft, kann Wasser in das Ruderblatt eindringen.
Denn dort ist eine große Belastung auf dem Ruder und es können sich ebenfalls Risse bilden.

Ein fertig abgezogenes Ruderblatt mit Entwässerungslöchern beim Trocknen
Hier hilft: Ruderblatt ausbauen, an mehreren Stellen anbohren, Wasser ablassen.
Anschließend Ruderblatt bei ausreichender Temperatur trocknen lassen, abziehen und
neu aufbauen. Eine gute Schleifmaschine, z.B. mit einem 26er- oder 40er-Papier,
ist ideal. Der Neuaufbau ist vergleichbar dem bei der Osmose-Sanierung. Oben am Austritt
des Ruderschaftes eine V-Naht ziehen und dies mit Sikaflex abdichten.
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